Der größte Teil der Landschaft Slangenburg befindet sich südlich unseres Wander-Campingplatzes. Dieses Anwesen ist eines der am besten erhaltenen Beispiele für die niederländische Gartengestaltung des 17. Jahrhunderts. Es wurde 1679 von Feldherr Frederik Johan van Baer vollständig im damals vorherrschenden formalen Parkstil angelegt. Die Merkmale dieses Stils, strenge gerade Linien mit einem geometrischen Muster, sind gut erhalten geblieben. Die schnurgerade, 1,6 km lange Auffahrt zum Schloss Slangenburg verläuft senkrecht zu einem riesigen Alleensystem in Form eines doppelten Trapezes, das sich über nicht weniger als 135 Hektar erstreckt.

Das gesamte Anwesen strahlt Ruhe, Harmonie und Abwechslung aus. Nehmen Sie sich Zeit, um in absoluter Stille die Natur zu erleben, indem Sie über die langen Buchenalleen spazieren, vorbei an jahrhundertealten riesigen Eichen, Wiesen, Feldern und Teichen. Oder schlendern Sie über unbefestigte Wege. Slangenburg ist ein alter Waldstandort mit charakteristischen Pflanzen- und Tierarten, wie beispielsweise der Waldanemone, die im frühen Frühjahr mit ihren weißen sternförmigen Blüten aus dem Boden sprießt. Auf dem Anwesen leben verschiedene Fledermausarten, und die Laubfrösche fallen vor allem durch ihr lautes Quaken auf. Nicht umsonst gibt es hier viele Wanderwege.

Im Herzen des Landguts liegt Schloss Slangenburg, ein verstecktes Juwel in der Region Achterhoek. Slangenburg wird erstmals 1354 als Havezate, ein ritterlicher Gutshof, erwähnt. Im Jahr 1550 wurde es als Schloss bezeichnet und 1585 leider von der Armee der Republik geplündert und zerstört. Erst während des Zwölfjährigen Waffenstillstands konnte es wieder aufgebaut werden. Der bereits erwähnte Frederik Johan van Baer baute es um, um dort wohnen zu können. Aus Liebe zu seiner früh verstorbenen Frau ließ Van Baer die noch heute sichtbaren schönen Decken- und Wandmalereien mit Motiven aus der griechischen Mythologie anbringen. Der Hinterhof des Schlosses ist ein englischer Landschaftsgarten.

Slangenburg hat viele Male den Besitzer gewechselt. 1895 kaufte der deutsche Holzhändler Arnold Passmann das Schloss mit dem Anwesen ungesehen und aus spekulativen Gründen. Aber er war so überrascht von dem wunderschönen Anwesen und dem schönen Schloss, dass er beschloss, das Ganze zu verwalten. Und das Schloss als Sommerresidenz zu nutzen. Im Jahr 1901 wurde ein Familienfriedhof angelegt, nachdem Tochter Gertrud im Alter von nur 20 Jahren plötzlich verstorben war.

Nach 1945 wurde das Landgut Slangenburg als feindliches Vermögen beschlagnahmt. Im Oktober desselben Jahres mieteten die Benediktinerpatres das Schloss. Die Patres kauften 60 Hektar des Landguts und bauten darauf die St.-Willibrord-Abtei. Heute ist das Schloss im Besitz der Stiftung Monumentenbezit.

Die Benediktinerabtei Sint Willibrordsabdij liegt versteckt im Südosten des Landguts Slangenburg. Diese Abtei bietet allen, die danach suchen, einen Ort der Ruhe in unserer hektischen Gesellschaft. Christliche Spiritualität ist die Grundlage dieser Mönchsgemeinschaft. Die Kapelle ist täglich geöffnet und alle Gottesdienste sind frei zugänglich.

Die Dörfer Gaanderen, Terborg und Silvolde grenzen direkt aneinander und liegen unmittelbar südlich des Landguts. Noch weiter südlich finden Sie das grüne Tor zum Achterhoek und Liemers: Montferland, eine hügelige Wald- und Ackerlandschaft mit unter anderem dem schönen Bergherbos und Schloss Huis Bergh.

Möchten Sie mehr über die Umgebung, versteckte Juwelen oder weitere Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten erfahren? Besuchen Sie das Fremdenverkehrsamt in Doetinchem, die Touristeninformation in Zelhem oder die Website Achterhoek.nl.